REALITÄTSFERNE

Ein Kind mit glänzenden Augen, ein Mädchen, fast eine Frau, auf der Bank am See,
die Augen in die Ferne gerichtet, fast nicht von dieser Welt, und doch mit ihren Schmerzen und Leiden ganz und gar fest mit jener verbunden.

Von Schweigen umgeben, umtanzt von Nymphen, Realität aus dem Sinn, der Traum ist, was zählt,
denn neben ihm verblasst alle Wirklichkeit zu einem jämmerlichen Grauton, der Mangel an Farbe zu deutlich.

Unsichtbar für der Wirklichkeit Verstand, unsichtbar und fast verschwunden, doch immer noch da und leidend, die Frau im Kind.

Die rufende See, der eisige Wind, das Kind, das sich erhebt; all das unerträglich für den, der es sieht, doch kein Auge öffnet sich, Menschen und Blindheit, blind überall.

Die Füße ins angenehme Nass, unbeachtet, nicht vermisst, immer weiter hinein; Schönheit versinkt und kehrt nie zurück.

Doch dort, ein Felsen, ein Junge darauf; schaut hinaus auf die kalte, abweisende See, Tränen der ungeliebten Liebe und kein Klageschrei wird laut.


25.06.2007


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